Eine gemietete Fotobox kostet für einen Abend meist 200 bis 500 € — mit Liefertermin, Rückgabe und oft einer Kaution. Dabei steckt die wichtigste Zutat schon in eurer Schublade: ein altes Handy oder Tablet. Diese Anleitung zeigt, wie ihr daraus in einer halben Stunde eine vollwertige Fotobox baut — mit Countdown, echtem Fotostreifen und QR-Code zum Mitnehmen. Für unter 50 €, wenn ihr mögt sogar mit Sofortdruck für rund 150 €.

Was ihr braucht

Die Liste ist kurz — nur das Stativ ist wirklich Pflicht:

  • Ein ausrangiertes Handy oder Tablet mit Frontkamera (habt ihr)
  • Ein hohes Handy-Stativ, damit die Box auf Augenhöhe steht
  • Der Fotobox-Modus von Snaplove — macht aus dem Gerät den Kiosk (so funktioniert er)
  • Optional: Requisiten und ein Fotodrucker für Streifen zum Anfassen

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Stativ (eines reicht):

Requisiten:

Aufbau in fünf Schritten

1 · Stativ auf Augenhöhe stellen. Bewährt hat sich eine Kamerahöhe von etwa 140 bis 150 cm — so schauen sitzende wie stehende Gäste natürlich ins Bild. Ein Platz mit ruhigem Hintergrund und etwas Licht (Fensterfront, Lichterkette) macht mehr aus als jeder Filter.

2 · Handy einspannen, Fotobox-Link öffnen. Im Snaplove-Dashboard findet ihr unter „Fotobox" euren persönlichen Kiosk-Link. Auf dem Gerät öffnen, auf dem iPhone am besten über „Teilen → Zum Home-Bildschirm" — dann läuft die Box im Vollbild.

3 · Gerät festnageln. Automatische Sperre aus, Flugmodus an (WLAN wieder einschalten), Bildschirm auf die Fotobox sperren — auf dem iPhone per Geführtem Zugriff, auf Android per App-Anheftung. Die Einrichtungs-Checkliste führt euch durch jeden Haken.

4 · Requisitenkiste daneben. Eine Kiste mit Props senkt die Hemmschwelle mehr als jede Ansage. Danach macht die Box alles allein: Gäste tippen, vier Aufnahmen mit Countdown, der fertige Streifen liegt per QR-Code Sekunden später auf ihrem eigenen Handy — und in eurer Galerie.

5 · Einmal selbst durchspielen. Ein kompletter Probedurchgang vor der Feier zeigt, ob Kamera, Licht und WLAN sitzen.

Das Sofortdruck-Upgrade

Wer Streifen zum Anfassen will, stellt einen kleinen Fotodrucker dazu: Der Canon Selphy CP1500 (ca. 115 €) druckt per WLAN im 10×15-Postkartenformat — und Snaplove hat dafür einen eingebauten Drucken-Knopf: Nach jedem Durchgang erscheint „Streifen drucken" am Kiosk, ein Tipp, und der Doppelstreifen kommt aus dem Drucker, zum Auseinanderschneiden für beide auf dem Bild. Der Papier-Nachschub (108 Blatt mit Farbset) kostet ca. 29 € — rund 27 Cent pro Druck.

Die günstige Alternative ist ein kompakter WLAN-Tintenstrahler: Der Canon PIXMA TS6550i (ca. 62 €) kann AirPrint und Mopria und druckt 10×15 randlos; dazu Hochglanz-Fotopapier für rund 7 Cent pro Blatt. Nicht ganz so wisch- und wasserfest wie der Thermosublimationsdruck des Selphy, aber halb so teuer in der Anschaffung. Mit beidem bleibt ihr weit unter jedem Mietpreis.

Die Rechnung

Posten Selbst gebaut Fotobox mieten
Gerät vorhanden inklusive
Stativ 14–35 € inklusive
Software ab Paket „Liebe" (49 €, einmalig fürs ganze Event) inklusive
Requisiten 9–20 € meist inklusive
Sofortdruck optional ca. 115 € + Papier oft inklusive
Ein Abend rund 25–100 €, mit Drucker ~250 € 200–500 €

Der Unterschied: Das Stativ, der Drucker und die Requisiten gehören danach euch — und die Software deckt gleich das ganze Event ab, mit Galerie, Foto-Aufgaben und Einweg-Kamera dazu.

Wie sich die selbst gebaute Box im Detail schlägt — und was eine gemietete Profi-Box ehrlicherweise besser kann — steht auf der Fotobox-Seite.