Die meisten Beispielseiten zeigen erfundene Alben mit gekauften Fotos. Diese hier zeigt eine echte Reise: fünf Tage in den Chiemgauer Alpen, August 2026, zwei Erwachsene mit ihren Telefonen. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus der Datenbank des Albums und wurden am 17. August 2026 ausgelesen. Wo etwas nicht funktioniert hat, steht es weiter unten auch da.

Die Reise in Zahlen

Kennzahl Wert
Fotos im Album 45
Reisetage 5 Tage (7. bis 11. August 2026)
Orte 4 Orte (Reit im Winkl, Kössen, Walchsee, Ruhpolding)
Geräte, die hochgeladen haben 2
Fotos mit Aufnahmezeit und Koordinaten 45 von 45
Datenmenge 104,1 MB · im Schnitt 2,3 MB je Foto · größtes Bild 10,6 MB
Fotos in der veröffentlichten Fassung 20 von 45
Kosten Trip Plus, 9,90 € einmalig

Diese acht Zeilen sind der ganze Aufwand: ein Album anlegen, einen Link teilen, hochladen. Sortiert wurde nichts von Hand.

Tag für Tag, mit dem Wetter von damals

Snaplove liest aus jedem Foto Aufnahmezeit und Koordinaten und ordnet es damit einem Tag und einem Ort zu. Das Wetter kommt aus einem Archiv dazu — nicht aus der Vorhersage von heute, sondern aus den Messwerten des jeweiligen Tages an diesem Ort.

Tag Fotos Wo Erstes bis letztes Foto Temperatur Wetter
Fr, 7. August 2 Reit im Winkl 14:01 – 20:10 Uhr 17,2 – 25,1 °C teils bewölkt
Sa, 8. August 15 Reit im Winkl 09:34 – 15:35 Uhr 16,5 – 27,4 °C klar
So, 9. August 8 Reit im Winkl, Ruhpolding 14:21 – 22:17 Uhr 15,5 – 31,0 °C teils bewölkt
Mo, 10. August 18 Kössen, Walchsee 14:03 – 21:25 Uhr 20,5 – 31,4 °C teils bewölkt
Di, 11. August 2 Walchsee 15:21 Uhr 18,0 – 29,9 °C Regen

Alle Uhrzeiten in mitteleuropäischer Sommerzeit. Temperaturen aus dem Wetterarchiv von Visual Crossing, abgerufen am 15. und 17. August 2026. Für den 9. August stehen zwei Messungen im Archiv, weil an diesem Tag zwei Orte besucht wurden: Reit im Winkl mit 15,5 – 31,0 °C und Ruhpolding mit 15,8 – 30,5 °C. In der Tabelle steht der Ort mit den meisten Fotos.

Was in der Tabelle auffällt, ist kein Zufall: Der Samstag mit 15 Fotos war der Wandertag bei klarem Himmel, der Montag mit 18 Fotos führte über die Hängebrücke und an den Walchsee. Der Abreisetag hat zwei Fotos, beide innerhalb einer Minute. So sieht eine Reise in Daten aus — ungleich verteilt, mit zwei, drei dichten Tagen.

Wanderer breitet oben am Aussichtspunkt die Arme vor dem Alpenpanorama aus
8. August, 14:07 Uhr, Reit im Winkl — der Tag mit 15 Fotos und 27,4 °C.

Die vier Orte

Ort Fotos Land
Reit im Winkl 22 Deutschland
Kössen 17 Österreich
Walchsee 3 Österreich
Ruhpolding 3 Deutschland

Knapp neun von zehn Bildern verteilen sich auf zwei Orte, der Rest auf zwei Tagesausflüge über die Grenze. Die Ortsnamen entstehen aus den Koordinaten der Fotos, niemand hat sie eingetippt.

Blick von der Hängebrücke über den Fluss auf die Berge
10. August, 14:04 Uhr, Kössen — mit 18 Fotos der dichteste Tag der Reise.
Türkisgrüner Fluss in der Klamm, von oben durch die Bäume gesehen
10. August, 14:46 Uhr, Kössen — 42 Minuten nach dem Foto von der Hängebrücke.
Stand-up-Paddler auf dem türkisen Walchsee vor bewaldeten Hängen
11. August, 15:21 Uhr, Walchsee — das letzte Foto der Reise, aufgenommen an einem Regentag.

Was daran nicht glatt lief

Eine Fallstudie ohne Schwachstellen ist eine Anzeige. Vier Dinge gehören zur Wahrheit dieses Albums.

Es waren zwei Geräte, nicht zwanzig. Diese Reise war eine Familienreise, kein Belastungstest. Wie sich ein Album mit fünfzehn Mitreisenden verhält, sagt diese Seite nicht — dafür fehlt uns die Messung.

Die Fotos kamen nach der Reise ins Album, nicht währenddessen. Hochgeladen wurde vom 14. bis 17. August, die Reise endete am 11. Für die Zeitleiste macht das keinen Unterschied, weil sie aus der Aufnahmezeit im Foto entsteht und nicht aus dem Zeitpunkt des Hochladens. Wer aber erwartet, dass alle Mitreisenden abends im Hotel brav hochladen: Wir haben es selbst nicht getan.

Der erste Upload-Versuch scheiterte stumm. Der Balken blieb bei 76 Prozent stehen. Ursache war eine Grenze im Webserver, die große Dateien ohne Fehlermeldung abschnitt — also genau die Fotos aus neueren Telefonen. Das ist behoben; zusätzlich verkleinert der Browser die Bilder jetzt vor dem Senden, was die Übertragung im Mobilnetz spürbar verkürzt. Gefunden haben wir den Fehler an diesem Album.

Ein Ortsname war erfunden. Der Tagesschwerpunkt gab für einen Tag einen Ort aus, an dem niemand gewesen war: Die Koordinaten aller Fotos eines Tages wurden gemittelt, und der Mittelwert lag zufällig in einem anderen Dorf. Heute werden die Fotos in einem Ein-Kilometer-Raster gebündelt und je Ort benannt. Auch dieser Fehler stammt aus diesem Album.

Was aus den 45 Fotos wurde

Aus der Aufnahmezeit entsteht die Zeitleiste, aus den Koordinaten die Karte mit der Route zwischen den vier Orten. Beides zusammen ergibt die Zeitreise: Man zieht am Regler und sieht, wo die Gruppe an diesem Nachmittag war und wie warm es dort war.

Für die Veröffentlichung wurde das Album von 45 auf 20 Fotos gekürzt — Doppelte raus, unscharfe raus, und alles, was Kinder oder fremde Menschen zu deutlich zeigt. Diese kuratierte Fassung lässt sich ansehen:

Das Album mit 20 Fotos ansehen

Der Link führt in ein echtes Album, so wie Mitreisende es sehen. Es ist bewusst von Suchmaschinen ausgenommen: Private Alben — auch freiwillig veröffentlichte — gehören nicht in einen Suchindex. Deshalb stehen die Belege auf dieser Seite und nicht nur dort drüben.

Was diese Reise gekostet hat

Das Album lief auf Trip Plus für einmalig 9,90 €. Damit gibt es keine Fotogrenze, zwölf Wochen Laufzeit und die Gesichtssuche. Ohne Bezahlung wären 100 Fotos und vier Wochen möglich gewesen — für diese Reise mit 45 Fotos hätte das gereicht. Bezahlt wurde für die längere Laufzeit und dafür, das Album als Vorführstück behalten zu können. Ein Abo gibt es nicht; nach Ablauf löscht sich alles von selbst.

Taugt das als Vorlage für die eigene Reise?

Wer ein Reisetagebuch-Beispiel sucht, um abzuschätzen, was am Ende herauskommt, findet in diesen Zahlen einen brauchbaren Maßstab: Rechnet mit rund fünf Fotos pro Person und Tag, ein bis zwei dichten Tagen und etwa 50 MB pro Person und Reisewoche. Eine Gruppe von sechs Personen kommt in einer Urlaubswoche damit auf 200 Fotos und mehr — dann lohnt die Vorsortierung nach Tag und Ort deutlich stärker als bei zwei Personen.

Wer selbst eines anlegen möchte: Das Album ist in zwei Minuten erstellt, Mitreisende brauchen weder App noch Konto, und die ersten 100 Fotos kosten nichts.